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Nestputzer Blog 2017

 

Nestputzer heisst mein blog, weil es vögel (auch menschen) gibt, die so was können und auch tun. Ich verstehe es als symbol für meine kritische haltung gegenüber politik, menschenrechtsverletzungen, menschenverachtung, bestechlichkeit, verstösse gegen die gleichberechtigung von frau und mann, umweltsünden, industrialisierung der tierhaltung, gedankenlosigkeit, religionen, geiz und arroganz der reichen, etc.

www.rweiler.ch

Blog (2017/1 und 2017/2)

www.nestputzer.ch 

Blog-Archiv (2015/2016)

 


 

SDipität
(Vortrag am 16.11.2017 in Uitikon-Waldegg)

Die Beschäftigung mit dem Phänomen der Serendipität ist in einem Grenzbereich der Philosophie sicher möglich und am richtigen Ort. Phänomenologie und Spieltheorie geben hier einige Voraussetzungen. Bei Nietzsche (Umwertung aller Werte), Husserl (Phänomenologie) und Flusser (Medienphilosophie und -phänomenologie) finden wir interessante Ueberlegungen, welche uns eine Optik vermitteln, die uns in diesem Bereich weiterbringt.
Natürlich gibt es auch die Bereiche der Psychologie, der Kommunikations-wissenschaft und der Linguistik, die hier von Belang sind. Dabei können wir den philosophischen Grundfragen (wer bin ich? woher komme ich? wohin gehe ich? was tue ich hier? was kann ich wissen? was ist der Mensch? was soll ich tun? Was darf ich hoffen? u.a.) zwei neue hinzufügen, nämlich wie/was suche ich? und was finde/bekomme ich? Die verkrampfte Suche nach etwas ganz Konkretem kann uns völlig irritieren und frustrieren, wenn wir das Erhoffte/Erwünschte/Ersehnte nicht finden.
Wenn wir aber spielerisch damit umgehen können, offener sind für die Vielfalt des Vorhandenen und vielleicht Verfügbaren, dann winkt uns ein Zustand der Zufriedenheit, der sich auch mit kleinen Freuden und Wundern des Alltags, die serendipitär überall vorkommen, in die Nähe eines glücklichen Zustands navigieren kann… Wir Menschen können als homo querendo bezeichnet werden, als suchender Mensch. Mensch sein, heisst auf der Suche sein. Von Geburt bis zum Tod suchen wir Wesentliches, Ueberlebensnotwendiges, aber auch Ueberflüssiges. Die Suche  nach Transzendenz ist vielleicht die umfassendste Suche, die zur Sucht werden kann. Suchen und Finden können, müssen aber nicht in einem Kausalzusammenhang stehen. Erfinder betreiben die Suche professionell, die Findung ist aber serendipitär, nicht berechenbar, nicht planbar, eher zufällig.
„Wer sucht, der findet“ ist eher ein Tröstungsversuch, ein Automatismus besteht nicht.
Wer etwas findet, muss auf Serendipität gefasst sein:
Die gesuchten Dinge können gar nicht deckungsgleich sein mit den gefundenen:  
Schon das Baby sucht die Mutterbrust, und was bekommt es oft? Die Flasche!!
Was suchen Kinder? Und was finden sie vor? Spielmöglichkeiten, um die Welt zu erkunden. Sie brauchen Aufmerksamkeit und Achtsamkeit. In der Schule suchen wir Freundinnen und Freunde, Wissen ist zweitrangig, und die Schulstoffe oft nicht die gesuchten Wissensquellen..
Die Suche nach einem Partner und das Sehnen nach ewiger Liebe ist etwas vom wichtigsten, was Menschen umtreibt.
Im Beruf suchen wir eine Aufgabe und finden eine Ueberforderung, eine Ueberwältigung, im schlimmsten Fall eine Knechtschaft. Wir buchen Ferien und suchen Ruhe und Erholung, oder Abenteuer. Auch hier findet sich nicht immer das Gewünschte. Sondern ev. nervige Touristen,  eine lärmige Disco im Hotel oder schlechtes Essen…
Zum Lebensende wünschen sich die meisten Menschen Aehnliches: gute Gesundheit bis ins hohe Alter und bloss keinen Aufenthalt im Altersheim: zu Hause ist es am besten. Aber auch da kommt es manchmal anders, als der Mensch denkt.
Serendipität kann auf verschiedene Weise erlebt, muss ev. sogar geübt werden, wenn wir einen neuen Zugang zu Entscheidungen des Schicksals erreichen wollen, geduldiger darauf warten können, gelassener reagieren, wenn es so weit ist, fatalistischer akzeptieren, was uns Serendipity
im Leben serviert.  

18.11.2017

 

Die grosse Milchlüge: Superfood Milch!

 

Swiss Milk, der Verband der Schweizer Milchproduzenten, indoktriniert seit Jahrzehnten die Schweizer Bevölkerung und versucht den schwindenden Milchkonsum mit allen Mitteln zu verhindern. Dies kostet SFr. 10 Mio. Steuergelder pro Jahr, Geld das auch besser investiert werden könnte! Die neuste Masche dieser Milchbauernlobby ist es, Schweizer Milch als Superfood zu pushen. Dies auch, indem SM andere Superfoods—aus pflanzlicher Herkunft— niedermachen, als wertlos bezeichnen und dagegen Milch als Wunderfood allein gelten lassen. Dies ist ein Info-Krieg, der klar zeigt, wie verunsichert die Branche ist.

Wie ein Mantra wird immer wieder versichert, dass Schweizer Milch die Knochen stärke, was nicht bewiesen ist. Milchallergie wird natürlich nicht erwähnt, industrielle Milchproduktion natürlich ebenso nicht. Die läppischen Werbespots mit stahlharten Kühen, die Unmögliches leisten, kennen wir alle, durch die Wiederholung wird das kein bisschen glaubwürdiger! Auch das Argument, dass Bauern die Landschaft pflegen würden (durch Güllen und Zerstörender Artenvielfalt?) ist nicht zu billig, um die schlecht informierten Konsumenten zu beeinflussen.
Alles Fake News? So ziemlich! Ganz weit zurück erinnere ich mich, dass uns Primarschülern schon lauwarme Milch in den Schulpausen aufgedrängt werden sollte— nur mit dem E
ffekt, dass man den Ekel, der durch dieses Gesöff erzeugt werden kann, nie mehr los wird. Heute gibt es zwar Soja-Milch als Alternative, während in den USA neben Artificial Sweetener auch Coffee colouring angeboten wurde, alles natürlich grauenhaft! Der Siegeszug des Latte macchiato um die ganze Welt ist wohl auch eine Tatsache, aber Puristen trinken ihren Kaffee auch heute noch am liebsten schwarz.

Hingegen Milkschwemme, Butterberg, Subventionierungswahnsinn, Optimierung der Milchproduktion (bis zu 60l und mehr pro Nutzvieh-Einheit) sind in den Medien oder werden verständlicherweise fast nie ein Thema!

31.10.2017

 

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